Wein

Bildstock in den Weinbergen von Unterbalbach. Dieser Bildstock wurde errichtet von der Familie Fleuchaus aus Gerlachsheim. Er zeigt auf der Vorderseite die Dreifaltigkeit und auf der Rückseite den Schutzheiligen der Weinbauern, den Heiligen Urban.

Auch wenn Unterbalbach in der Gegenwart keine tragende Rolle im Weinbau spielt wie Beckstein oder Gerlachsheim, so war es jedoch schon immer ein Dorf mit Weinbau an den Hängen des Taubertals. Der Vogelsberg als herausragendem Berg am Ausgang des Balbachtales war noch zu Beginn des 19. Jahrhunderts eine der besten Weinlagen im jetzigen Stadtgebiet. Aus noch erhaltenen Urkunden geht hervor, dass Reben schon um das Jahr 1200 an den Hängen angebaut wurden. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde der Weinbau vernachlässigt. Erst seit dem Jahr 1985 wächst am Vogelsberg wieder Wein.

Auf dem Unterbalbacher Vogelsberg wurden im Jahr 2009 auf einer Lage von 1.596,17 ar folgende Rebsorten angebaut:

Müller-Thurgau – 50,00 ar
Silvaner – 267,66 ar
Riesling – 213,74 ar
Spätburgunder – 10,00 ar
Gewürztraminer – 51,87 ar
Schwarzriesling – 438,57 ar
Kerner – 180,05 ar
Zweigelt – 155,00 ar
Bacchus – 165,00 ar
Regent – 64,28 ar

Ausgebaut und vermarktet wird der Unterbalbacher Wein über die Becksteiner Winzergenossenschaft (www.beckstein.de).

(Weitere Informationen sind aus Kapitel V aus dem mittelalterlichen Wirtschaftsleben – Dorf und Mark im Heimatbuch Seite 55 bis 56 Ziffer 4 ersichtlich)